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Kosmetik für den Innenhof

So. Es sind wieder einmal viele Wochen vergangen seit dem letzten Blogeintrag. Und natürlich haben wir wieder mal gar nicht so viel gemacht. Aber ein bisschen gibts zu erzählen.

Zuerst hatten wir mal die Asbestplatten im Garten entsorgt. Dazu besorgten wir ein “Big Bag”, das bis zu einer Tonne an Gewicht aufnehmen kann. Gunnar machte die Platten ordentlich nass, damit nichts staubt und zerkleinerte die Platten. Anschließend packten wir die Stücke in den großen Sack. Knapp 200kg.
Dummerweise fiel uns erst danach ein, dass wir den Sack ja noch irgendwie zum Auto bringen mussten, um ihn zur Deponie zu transportieren…. Na klasse. Mit Unterstützung von meinem Bruder Stefan, viel körperlicher Gewalt und unsere Schubkarre schafften wir es, den Sack in die Garage zu transportieren und anschließend zur Deponie.

Hier das Ding: Sieht unscheinbar aus, hat uns aber an den Rand der Verzweiflung gebracht:



Die letzten Wochen haben wir uns dann nochmal um den Innenhof gekümmert. Vor 3 Wochen pflanzte ich eine Weigelie in einen Topf. Seit gestern steht das Sträuchchen schon in voller Blüte:



In den großen Topf, in dem Otto den Tod durch erfrieren fand, pflanzten wir einen portugiesischen Lorbeer. Da der Botanische Name des Lorbeers “Prunus haumichblau” lautet, nannten wir ihn Bruno. Ausgesprochen wird er ganz nach Moselfränkischer Art mit P am Anfang. Pruno. Da Bruno vom Wuchs her sehr elegant ist, ja geradezu aristokratisch, brauchte Bruno einen zweiten, angemessenen Namen. Und so tauften wir ihn Bruno Leopold (es ist der hinten in der Ecke):



Mal sehen, wie sich Bruno Leopold so entwickelt….

Außerdem räumte ich mal die Fensterbank des Partyraums auf und stellte (hauptsächlich zum Schutz gegen ständiges Zumüllen der Fensterbank) Holztöpfe mit Kräutern darauf:



Eine weitere Neuerung des Innenhofs ist das Auswechseln von zwei Bodenleuchten-Glühbirnen gegen farbige LEDs. Gunnar steht unheimlich auf farbiges Licht, also schenkte ich ihm zum Geburtstag solche LED-Glühbirnen mit Fernbedienung. Man hat die Auswahl zwischen 16 Farben, außerdem lassen sich Helligkeit und Lichtintensität einstellen. Hier mal Eindrücke des Hofs mit den neuen Birnen. (Bitte das Chaos ignorieren….)




Aber das Beste, was unser Innenhof die letzten Wochen bekommen hat, ist ein langersehnter Wunsch, den wir uns diese Woche erfüllt haben. Ein neuer Grill. Der Weber Q320. Black Line. Yeah….

Hier Bilder beim Aufbau:



Das Kätzchen war natürlich wie immer dabei.

Hier der Grill fertig aufgebaut, mit dem ersten Fleisch und verpackt in der neuen Angeber-Hülle:




Warum der Webergrill? Wir haben festgestellt, dass unser alter Grill mit Lavasteinen und Fettauffangschüssel mit Wasser für uns absolut ungeeignet war. Wenn man einmal vergisst, nach dem Grillen das Wasser auszuschütten, hat man die Sauerei. Und wir haben regelmäßig nach dem Grillen beschlossen, das erst am nächsten Tag zu erledigen und regelmäßig am nächsten Tag natürlich NICHTS gemacht.
Der Webergrill arbeitet ohne Lavasteine und ohne Wasser. Das Fett läuft innen am Gehäuse entlang in eine Aluschale, die ab und zu ausgewechselt werden muss. Die Gusseisernen Grillroste werden vorm Grillen ausgebrannt und abgebürstet. Klappt prima. Der Grill ist einfach nur klasse. Als besonderes Highlight hat er ein Grifflicht, so dass die Grillfläche beleuchtet ist. Für uns optimal, da wir auf der Terasse kein Licht von oben haben und so beim Grillen umständlich mit Taschenlampe hantiert werden musste.

So, aber nun zum Highlight der letzten Wochen, das sogar den Webergrill in den Schatten stellt: Wir haben es nach über einem Jahr, ENDLICH geschafft, den Duschvorhang im Gästezimmer in der vorgesehenen Art und Weise aufzuhängen.

Ich bitte um Applaus und Standing Ovations:



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Und am Ende passt es immer.

Nach meinem wenig erfolgreichen Ausflug in die Welt der Sanitärinstallation letzte Woche, ging es diese Woche weiter. Allerdings mit professioneller Unterstützung.

Zuerst brachten wir den PVC als Spritzschutz an die Wand an. Dazu brauchten wir noch keine Unterstützung. Hier bedienten wir uns unserer selbstkreierten Verlegetechnik “schlimmer Seegang”, passend zum Fußboden:



Dann kam der Profi ins Spiel in Form von Danny. Danny ist unser Haus-und Hof-Sanitärspezialist und war immer da, wenn wir mal wieder alles unter Wasser gesetzt hatten. Unsere persönliche Feuerwehr quasi. Er brachte dann die Armatur an der Wand an:



Anschließend konnte der Spültisch kommen. Den hatte Gunnar schon aufgebaut während ich geschäftlich irgendwo im hessischen Nirgendwo unterwegs war. Dummerweise hatten wir irgendwie vergessen, dass unser Haus keine geraden Wände hat. Und daher hatten wir auch nur auf komfortabler Bauchhöhe gemessen, ob zwischen Kühlschrank und Wand genug Platz für den Spülenschrank ist. Schnell stellten wir jedoch fest, dass wir an der Oberkante des Spülenschranks zwar ausreichend Platz hatten, auf dem Boden aber gut 4 cm fehlten. Tja. Im Laufe des Jahres haben wir in unserem Haus aber ja EINES gelernt: Was nicht passt, wird passend gemacht. Und am Ende passt es immer. Also beglückten wir unsere Nachbarn an Karfreitag mit Säge-Lärm und schnitten zurecht, was unserem Plan im Wege stand:



Dann musste nur noch der Abfluss angebracht werden. Hier vertrauten wir dann wieder unseren eigenen handwerklichen Fähigkeiten:



Und Voilà: Abgesehen von fehlenden Abschlussleisten um den roten PVC herum, ist es fertig:



Jetzt haben wir alles, was wir brauchen, um beim Grillen nicht immer alles von oben nach unten und später wieder hoch schleppen zu müssen! Juhuuuuu!
Nächste Woche gibts dann Vorher-Nachher-Bilder.

Und da wir grade bei den schönen Dingen sind, hier paar Bilder vom Garten (da ging die Arbeit dieses Wochenende weiter):



Den Sonntag verbrachten wir dann damit, im Garten aufzuräumen. Während ich Restmüll einsammelte (5 große blaue Müllsäcke und eine Bauschuttbütte voll), fuhr Gunnar den überall liegenden Bauschutt in die Garage. Es kam auch da noch einiges zusammen. Ich stapelte noch die restlichen Pflastersteine ordentlich zusammen, wobei ich verwundert feststellte, dass wirklich nur wenige Steine übrig waren. Ich schätze nicht einmal 2 qm. Gut Kalkuliert!

Und dann machten wir uns daran, die vom Nachbarn herüber wachsenden Brombeerhecken zu bekämpfen. Es ist eine Sisyphos-Arbeit (nein, Bruderherz, keine Syphilis-Arbeit :cool: ), diesen Hecken Herr zu werden. Die wachsen wie verrückt. Jetzt haben wir durch den Zaun hindurch die Brombeeren schon direkt am Boden abgeschnitten. Hoffentlich bringt es was. Die Brombeeren haben nämlich grausame, grausame Stacheln…. Aua! Die Arbeiten gingen auch nicht ohne blutende Wunden über die Bühne. Wobei ich zugeben muss, dass man es auch irgendwie selbst schuld ist, wenn man aus Unachtsamkeit seinem Freund so eine stachelige Hecke auf den Kopf schlägt…. *räusper*

Hier Eindrücke der Arbeit:




Bei dem Beschneiden der Brombeerhecke stellten wir fest, dass die Grenze zum Nachbarn dringend erneuert werden muss. Das Nachbargrundstück ist komplett verwildert. Und die Grenze besteht aus efeubewachsenen Betonplatten, die nur 10cm im Boden versenkt sind und mehr oder weniger Kreuz und Quer in die Erde gesetzt sind. Teilweise liegen sie auch nur noch auf dem Boden. Dazu kommen dann wackelige Holzpfosten mit zwei unterschiedlichen Maschendrahtzäunen dazwischen. Dann gibts noch Metallpfosten ohne Zaun dazwischen. So wie es aussieht sind Holzpflöcke und Maschendraht dem Nachbarn, Betonplatten und Metallpfosten gehören uns. Problem ist, dass, wenn wir die Betonplatten rausnehmen, auch wohl teilweise die Holzpflöcke vom Nachbarn, inkl. Zaun uns entgegen fallen werden.

Sauberste Lösung wäre alles abzureißen und komplett neu aufzubauen. Dafür bräuchten wir jedoch die Genehmigung vom Nachbarn (nach unseren Infos aber eine zerstrittene Erbengemeinschaft) und billig ist so ein Zaun auch nicht. Im ersten Schritt müssten wir 20 Meter Zaun ersetzen. Plan wäre da alles rausreißen (ohne Bagger haben wir da keine Chance), Grenze neu abstecken, Betonplatten entlang der Grenze ordentlich setzen, Holzpflöcke setzen und für den Anfang ein billiger Lamellenzaun dazwischen. Der Zaun ist wohl das nächste, was im Garten gemacht werden muss. Frage ist hierbei nur, wann….

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Anna allein zu Haus....

Diese Woche hätte ich gerne weiter vom Fortschritt des Partyraums erzählt. Aber irgendwie kam es anders als geplant.

Da Gunnar den Samstag beim Fußball gucken verbrachte, dachte ich, ich könne ja allein weiter machen. Bin ja ein großes Mädchen…. Tja. Sollte man meinen. Plan war, im Partyraum eine Steckdose anzubringen, einen alten Wasserhahn abzubauen und PVC als Spritzschutz an die Wand anzubringen. Da wo später mal ein Spülenschrank stehen soll. Wenn es gut läuft wollte ich auch noch eine Spülen-Wandarmatur anbringen.

Also fuhr ich zuerst in den Baumarkt und kaufte eine Küchen-Wandarmatur. Hier fiel mir die Auswahl recht leicht. Der Baumarkt hatte nämlich genau EINE Armatur im Angebot. Wandarmaturen sind wohl nicht so gefragt….

Anschließend befestigte ich eine Steckdose auf unserer Dämmung. Dabei stellte ich fest, dass Hohlraumdübel zwar in Gipskarton halten und auch prima sind, um kleiner Sachen an der Außendämmung zu befestigen. Aber für blanker Styropor sind die nur so mittel-geeignet. Beim Arbeiten dachte ich ständig an einen blöden Spruch aus meiner Kindheit:
“Nicht übel,
sprach der Dübel,
und verschwand
in der Wand”
Die Hohlraumdübel sind mit der Schraube immer weiter nach hinten gewandert. Aber alles nicht so wild. Die Steckdose ist jetzt nicht bombenfest, aber sie hält. Man muss eben darauf achten, nicht wie wild an den Steckern zu ziehen:



Danach nahm ich den PVC, den wir neben dem schachbrettigem Horror-PVC im Internet geschossen haben. Knallrot mit Noppen-Dekor. Partymäßig halt :cool: Ich markierte die Stelle, wo die Wandarmatur ist und schnitt dort den PVC kreuzweise ein. Danach wollte ich den alten Wasserhahn abbauen, der sonst hinter dem PVC gesessen hätte. Dieser alte Waserhahn hing noch neben den neuen Wasserausgängen an der Wand und war an eine alte, abgeklemmte Leitung angeschlossen. Um diese Altlast zu entfernen, muss man aber den Stopfen des NEUEN Wasseranschlusses abnehmen, weil der sonst beim Rausdrehen den alten Hahn blockiert. Also vorher das Wasser abdrehen.
Ich ging in den Keller, um das Wasser dort abzustellen. Danach ging ich zu einem Wasserhahn und ließ das restliche Wasser in der Leitung ab. Soweit so gut.

Beim Abdrehen des neuen Stopfens kam dann ein wenig Wasser, was mich nicht wunderte, weil ich dachte, es wär noch bisschen Restwasser in der Leitung. Als aber der Stopfen ab war und in diesem Moment Wasser aus der Wand schoss, kam mir so eine Ahnung, dass ich irgendwas nicht bedacht hatte… Das Wasser schoss mit soviel Druck raus, dass nicht daran zu denken war, den Stopfen nochmal drauf zu machen. AAAAAAAAAAAAAAAH! Außerdem war es heißes Wasser, das aus der Wand kam. :cry: Während ich klatschnass und mit schmerzenden Händen (wegen des heißen Wassers) fast heulend im Partyraum stand, fiel mir plötzlich ein, dass NATÜRLICH noch heißes Wasser aus der Leitung kommt. Auch wenn unten das Wasser abgedreht war: In unserem Warmwassersystem ist ja allein im Pufferspeicher viele, viele Liter heißes Wasser. Und NATÜRLICH hatte ich nur das kalte (!) Wasser am Wasserhahn abgelassen……. :oops:
Noch während mir diese Tatsache einfiel, lief ich zum Pufferspeicher rüber und dreht dort alle sichtbaren Hähne zu, war mir völlig egal welche! Dann lief ich zurück zum Loch in der Wand. Aber das Wasser schoss weiter. Was sollte ich tun? Kein Mensch weit und breit…. (Von der Blamage ganz zu schweigen). Während ich schon ernsthaft überlegte, die Feuerwehr zu rufen, hörte das Wasser endlich auf…. Dem Himmel seis gedankt.

Ich drehte schnell den alten Wasserhahn von der Wand (darum ging es ja die ganze Zeit) und dann den Stopfen wieder auf den neuen Anschluss. Danach stellte ich das Wasser wieder an und war heilfroh, dass danach auch nichts mehr undicht war. Während ich den Partyraum mit allen greifbaren Handtüchern trocknete und auch den neuen Kühlschrank vom Wasser befreite, beschloss ich, dass ich nie wieder was am Wasser mach. Strom ja, da tut man sich wenigstens nur weh, aber Wasser ist Teufelszeug. Fieses gemeines Teufelszeug. Wenn man da Fehler macht, gibt es keine Sicherung die rausfliegt und das schlimmste verhindert. Nein, Wasser fließt unerbittlich weiter… Nicht dran zu denken, wenn das Wasser noch heißer gewesen wäre…

Ergebnis meines motivierten Nachmittags war eine wackelig montierte Steckdose, eine nasse Anna, ein nasser Partyraum, ein nasser neuer Kühlschrank und zwei Waschmaschinenladungen Handtücher. Kein Glanzstück:



AAAABER: Der alte Wasserhahn ist ab! Zurück bleib nur eine unauffälliges Loch in der Wand unmittelbar neben dem Wandanschluss:
(Man muss sich jetzt wie bei der Hornbach-Werbung eine jubelnde Menge vorstellen: “Keiner fühlt es so wie du”)



Da jetzt ja eh alles wieder trocknen musste, machte ich dann auch Feierabend und der PVC kam nicht an die Wand. Ich hoffe, dass ich nicht unsere gedämmte Wand kaputt gemacht hab, denn die war auch klatschnass. :oops:

Nächstes mal werde ich lieber wieder mit Gunnar an meiner Seite was am Haus arbeiten. Ich weiß zwar nicht, ob wir das Paradestück mit dem Wasser nicht auch zu zweit hinbekommen hätten, aber wenigstens hätte ich die Sauereri dann nicht alleine wegmachen müssen. :cool:

So, nach diesem Schreck gibts noch Bilder, die mich jedes Jahr aus neue freuen. Das erste Blühen im Garten. Kirschbaum und Birnbaum dauern noch ein bisschen, aber die Blüten stehen definitiv in den Startlöchern. Die erste Tulpe ist da und die hübschen lila Blume kenn ich nicht, freu mich aber jedes Jahr über sie:




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